13.06.2001 - Sylvain Coiplet
Es gehört bei Software-Herstellern inzwischen zum guten Ton, zur dauerhaften Nutzung ihrer Produkte eine Aktivierung, sei es per Internet oder per Telefon, zu erzwingen. Microsoft kommt der zweifelhafte Ruhm zu, mit Windows XP das erste Betriebssysstem mit Zwangsaktivierung einzuführen.
Windows XP enthält nun eine Produktaktivierung, die spätestens 30 Tage nach der ersten Installation durchgeführt werden muß, weil sich das System dann nicht mehr starten lässt. Wenn sich mehr als drei Hardware-Komponenten ändern, fordert das System erneut eine Aktivierung bei Microsoft an.
Wer Windows XP nach einem Systemcrash neu installiert, muß es in der Regel auch neu aktivieren. Nach zweimaliger Aktivierung über das Internet ist das nur noch per Telefon möglich. Eine mühsame Prozedur, bei der sich die Kunden investigatorische Fragen von Microsoft-Mitarbeitern gefallen lassen müssen.
Der einfachste Weg, die Windows XP-Aktivierung zu umgehen, ist der Umstieg auf Mac OS X oder Linux. Diese beiden alternativen Betriebssystemen verlangen - im Unterschied zu Windows XP - weder Aktivierung noch Registrierung.
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